Kurz eingeworfen: Steht eine Verschärfung der Handelsspannungen zwischen der EU und den USA bevor?

Kurz eingeworfen - Bildquelle: Wikipedia / 4028mdk09

Kurz eingeworfen – Bildquelle: Wikipedia / 4028mdk09

Seit zwei Wochen dürfen wir eine Fortsetzung des Kabuki-Theaters beobachten, in dem uns die Idee durch das Establishment verkauft wird, dass eine Einigung zwischen China und den USA im Handelskrieg kurz bevor stehen würde. Ich denke nicht, dass es zu einer Lösung kommen wird – maximal werden wir kleine “Anpassungen” sehen. Denn betrachtet man das bisherige Muster der Gespräche, werden diese erneut zum Scheitern gebracht und selbst wenn es zu einem erfolgreichen Abschluss kommen sollte, wird das Establishment eine andere Möglichkeit zur Ablenkung finden.

Aktuell sollten wir jedoch den Blick weg von China in Richtung EU lenken. Interessanterweise waren die letzten Salven im Handelskrieg gegen Europa gerichtet – genau zu dem Zeitpunkt an dem das Chaos rund um den Brexit seinen Höhepunkt erlebt. Wäre man naiv, könnte man sich die Frage stellen, ob hier Absicht dahinter liegt…

An den Märkten herrscht Unschlüssigkeit, da neuer Knatsch zwischen den USA und Europa bevorsteht, während die Zeit bzgl. einer wichtigen Tagung des Europäischen Rates abläuft.

Eine potenzielle [zeitliche] Ausweitung des Brexit, ein bevorstehendes EZB-Treffen und ein offensichtliches Ansteigen der Handelsspannungen zwischen den USA und Europa haben allesamt dazu beigetragen, die Märkte heute Morgen in Schach zu halten. In Europa sind geringe Gewinne zu verzeichnen, und in London befindet sich der FTSE 100 geringfügig im positiven Bereich. Die EU scheint bereit zu sein, die von Großbritannien geforderte Verlängerung zu gewähren, [Großbritannien] muss jedoch nachweisen, dass Westminster seine Hausaufgaben gemacht hat. Trotz der tagelangen Gespräche zwischen den Konservativen und Labour gab es kaum Fortschritte, was den Verdacht aufkommen ließ, dass beide Seiten nur auf Zeit spielen, eine Ressource, die knapp ist.

(Hesitancy reigns in markets as a fresh trade spat between the US and Europe looms, while the clock ticks down to a key European Council meeting.

A potential Brexit extension, a looming ECB meeting and an apparent ramping up of trade tensions between the US and Europe have all conspired to keep markets in check this morning. Small gains are in evidence in Europe, and in London the FTSE 100 is marginally in positive territory. The EU appears to be willing to grant the extension that the UK craves, but it needs to see evidence that Westminster has done its homework. Despite days of talks between the Conservatives and Labour, there has been little real progress, fuelling suspicion that both sides are merely playing for time, one commodity that is in short supply.)

Quelle:
US-Europe trade war looms


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